Perkutane Nadelfasziotomie

Nadelfasziotomie  bei Dupuytren´schen Kontraktur

 

Patient: ………………………………………………………

geb. …………………………………………………………..

 

rechte Hand linke Hand

Der Eingriff ist für den ………………………………………………………………………………… geplant.

               

 

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

 

die Untersuchung ergab eine Veränderung des Hohlhandbindegewebes, die behandelt werden sollte. Dieser Aufklärungsbogen soll das Aufklärungsgespräch ergänzen und die Punkte dokumentieren.

Bitte lesen Sie ihn aufmerksam durch und füllen Sie den Fragebogen gewissenhaft aus.

 

Die Dupuytren’sche Kontraktur

 

Zur Stabilisierung der Greiffläche der Hand ist diese mit Bindegewebszügen durchsetzt, die sich zu einer Bindegewebsplatte in der Hohlhand verdichten. Hier können gutartige Wucherungen des indegewebes entstehen, die sich mit der Zeit verhärten und schrumpfen. Die Krankheit verläuft

in Schüben, wobei sich ein zeitlicher Ablauf der Verschlechterungen nicht vorhersehen lässt.

 

Oft ist zunächst nur die Bindegewebsplatte in der Hohlhand betroffen. Da die Veränderungen häufig sehr langsam auftreten, kann die Behinderung durch Gewöhnung lange Zeit als nicht so schlimm empfunden werden. In fortgeschrittenen Stadien kommt es zu einer dauerhaften und fortschreitenden Beugestellung eines oder mehrerer Finger (Abb. 1). Die Funktionsfähigkeit der Hand wird somit zunehmend eingeschränkt. Lange bestehende Beugestellungen der Finger führen schließlich zu Gelenkveränderungen, die auch durch eine Operation nicht mehr ganz korrigiert werden können. Nur durch eine rechtzeitige Behandlung können diese Folgen vermieden werden.

 

perkutane Nadelfasziotomie (PNF): Wie wird der Eingriff durchgeführt?

 

Mit einer Injektionskanüle wird -nach Betäubung lediglich der Haut- der Strang durch wiederholtes Sticheln so geschwächt bzw. durchschnitten dass er bei Streckung durch den Arzt zerreißt. Eingriffdauer pro Finger ca. 10-15 Minuten. Meist sind pro Finger Stichelungen an mehreren Stellen notwendig.(3-5)

Ausbreiten und Fortschreiten der Erkrankung werden nicht beeinflusst.

Knoten bleiben fortbestehend, machen üblicherweise aber keine Beschwerden. Hauteinziehungen werden üblicherweise flacher.

Nach der OP muss für 3 Monate eine Nachtschiene (Fixx-Glove Handschuh) getragen werden.Der große Vorteil der Methode: Wiederholbarkeit der Methode bei Wiederauftreten der Erkrankung.

 

Gibt es Alternativen?

 

 

·         Offene Operation

·         Kollagenaseinjektion (von mir nicht empfohlen)

·         Belassen

·         Bestrahlung (von mir nicht mepfohlen)

 

 

Ist mit Komplikationen zu rechnen?

Trotz größter Sorgfalt kann es in Einzelfällen während und nach der Behandlung zu Komplikationen kommen, die u.U. eine sofortige Behandlung oder eine Nachoperation.

Nerven und Gefässverletzungen: In der Hand liegen funktionell wichtige Strukturen sehr dicht beieinander, so dass die Gefahr von Verletzungen besteht. Dies ist besonders dann gegeben wenn Nerven und Blutgefäße von den krankhaften Veränderungen eng ummauert oder verzogen sind. Nervenverletzungen können je nach Ort der Schädigung vorübergehende oder dauerhafte Störungen der Berührungsempfindlichkeit und Schmerzen verursachen.

Sehnenverletzungen erfordern nach einer Naht intensive Nachbehandlungsmaßnahmen.(Ergotherapie, tragen einer Schiene für 6 Wochen)

 Gefäßverletzungen können das Risiko von Nachblutungen erhöhen und die Kälteempfindlichkeit eines Fingers nach Operation verstärken.

Einreissen der Haut: Durch das wieder mögliche Strecken des Fingers nach Durchtrennung des Stranges kann es aufgrund der geschrumpften , zu kurzen Haut auf der Beugeseite zum Einreissen der Haut kommen. Eine mehrwöchige offene Stelle kann resultieren. Dies erfordert längere Nachbehandlung mit mehreren Verbandwechsel.

Infektion: Infektionen an der Hand bei diesem Eingriff sind sehr selten.

schwere Wundheilungsstörungen und tiefer gelegene Infektionen (Abszess, Gelenkinfektionen) sind extrem selten; Es können dadurch bleibende Bewegungseinschränkungen entstehen; Re-Operationen in Allgemeinnarkose oder Teilnarkose des Armes sind eventuell notwendig.

 

 

Allergie/Unverträglichkeit (z.B. auf Medikamente, z.B. örtliche Betäubungsmittel, Desinfektionsmittel,Latex) führt sehr selten zu einem akuten Kreislaufschock, der intensivmedizinische Maßnahmen erfordert. Äußerst selten sind schwerwiegende, u.U. bleibende Schäden (z.B. Organversagen, Hirnschädigung).

 

Nach dem Eingriff kann die Hand geschwollen sein. Trotz konsequenter Hochlagerung kann dadurch der Verband zu eng werden. Sind die Finger blau und/oder gefühllos, muss dringlich Abhilfe geschaffen werden, da sonst bleibende Gewebeschäden entstehen können.

 

Eine erforderliche Ruhigstellung kann auch die Beweglichkeit angrenzender Gelenke (z.B. Fingergelenke) beeinträchtigen.

 

Eine schmerzhafte Weichteilschwellung gekoppelt mit funktionellen Durchblutungsstörungen (örtliches Hitze-Kälte-Gefühl) ist in Ausnahmefällen bei allen Behandlungsmethoden möglich; über längere Zeit kann sie zum Abbau von Muskel- und Knochengewebe sowie zu Bewegungseinschränkungen bis hin zur Einsteifung von Gelenken führen. Diese Reflexdystrophie oder Sudeck'sche Erkrankung bedarf dringend einer intensiven speziellen Nachbehandlung.

 

Nachblutungen kommen aufgrund des Gefäßreichtums im Operationsgebiet vor und können eine Nachoperation notwendig machen.(sehr selten)

Wundheilungsstörungen sind selten. Sie können jedoch gut behandelt

werden. Eine funktionelle Einschränkung ist deshalb in der Regel nicht zu befürchten.

 

Verminderte/vermehrte Berührungsempfindlichkeit

im Bereich der Schnitte als Folge der Durchtrennung von oberflächlichen Nervenverästelungen bei der Operation tritt gelegentlich auf. Sie vergeht in der Regel von selbst wieder und bedarf im Gegensatz zur Durchtrennung eines Hauptfingernerven, die eine gefühllose halbe Fingerkuppe zur Folge hat, keiner Behandlung.

Überschießende Narbenbildung; wulstige, dicke, schmerzhafte Narben (Keloide) treten im Bereich der Hohlhand sehr selten auf. Sie bedürfen einer speziellen Narbenbehandlung. Kommt es infolge der Operation zu Narbenzug, der die Bewegung behindert, ist eine

Nachoperation erforderlich.

 

Nach dem Eingriff

 

Sie sollen in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff kein Kraftfahrzeug oder Zweirad führen, zudem sollen Sie die Hand bis zur Wundheilung schonen. Nach dem Eingriff ist die Hand konsequent hoch zu halten/ zu lagern, um einer Schwellungsneigung entgegenzuwirken.

Nicht durch den Verband ruhiggestellte Finger müssen regelmäßig beübt werden fragen Sie nach den Anleitungen zum Verhalten nach der Handoperation. Nach Abschluss der Wundheilung richten sich Art und Dauer der Nachbehandlung nach dem Ausmaß der Erkrankung und dem Heilungsverlauf. Meist sind krankengymnastische Bewegungsübungen evtl. auch Ergotherapie erforderlich.

Liegen bereits Gelenksveränderungen vor, ist in der Regel eine längere Nachbehandlung erforderlich.

 


1. Werden regelmäßig Medikamente (z.B.

Herzmittel, Verhütungsmittel, blutgerinnungshemmende

Mittel [z.B. Aspirin®, Marcumar®, Plavix®] , Hormone) eingenommen? n j

Wenn ja, welche?...............................................................................

2. Besteht eine Allergie (z.B. Asthma, Heuschnupfen) oder Unverträglichkeit (z.B. gegen

Medikamente, Pflaster, Latex, Desinfektionsmittel, Nahrungsmittel)? n j

Wenn ja, welche?..............................................................................

3. Besteht eine Bluterkrankung oder eine erhöhte Blutungsneigung (z.B. häufiges Nasenbluten,

Neigung zu Blutergüssen oder blauen Flecken)? n j

Kam es bei früheren Operationen oder Verletzungen (z.B. Zahnbehandlung) zu verstärkter Blutung/Blutverlusten? n  j

4. Besteht eine akute/chronische Infektionskrankheit (z.B. Hepatitis, AIDS, Tbc) oder an

eine andere schwerwiegende chronische Erkrankung (z.B. grüner Star, Epilepsie, Lähmungen)? n j

Wenn ja, welche?

5. Sind Störungen wichtiger Organe (z.B. Gefäße, Herz, Nieren, Leber, Lungen, Nervensystem) bekannt?

n j

Wenn ja, welche?................................................................................................................................

Kam es schon einmal zur Bildung/Verschleppung von Blutgerinnseln (Thrombose,Embolie)? n j

6. Sind Störungen des Stoffwechsels (z.B. Diabetes, Über-/Unterfunktion der Schilddrüse) bekannt? n j

Wenn ja, welche?

7. Kam es früher bei Wunden zu Eiterung, verzögerter Heilung, Abszessen, Fisteln, starker

Narbenbildung? n j

8. Regelmäßiger Konsum von Tabakwaren? n j

Wenn ja, was und wie viel?.......................................................................................................................


 

Bitte fragen Sie im Aufklärungsgespräch nach allem, was Ihnen wichtig oder noch unklar ist!

 

 

Einwilligungserklärung

 

Über die geplante Behandlung, Art und Bedeutung des Eingriffes, Risiken und mögliche Komplikationen, Erfolgsaussichten, Behandlungsalternativen sowie evtl. erforderliche Erweiterungen des Eingriffes (z.B. Fingeramputation) wurde ich in einem Aufklärungsgespräch mit

der Ärztin/dem Arzt Dr. …………………………………………..

ausführlich informiert. Dabei konnte ich alle mir wichtig erscheinenden Fragen stellen. Ich habe keine weiteren Fragen, fühle mich genügend informiert und willige hiermit

in den geplanten Eingriff ein. Mit unvorhersehbaren, medizinisch erforderlichen Erweiterungen des Eingriffes bin ich ebenfalls einverstanden.

 

Ort, Datum, Uhrzeit

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U_ein_patient

Patientin/Patient

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U_ein_arzt

Ärztin/Arzt

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